Leiter Fluidmanagement
Funktion und organisatorische Einordnung
Der Leiter Fluidmanagement verantwortet die organisatorische und fachliche Steuerung des betrieblichen Fluidmanagements für industrielle Prozessfluide. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Kühlschmierstoffe, Schmieröle, Hydraulikmedien, Reinigungsmedien und weitere produktionsnahe Flüssigkeiten, deren Zustand die Verfügbarkeit von Maschinen, die Prozessqualität, den Arbeits- und Umweltschutz sowie die Betriebskosten beeinflusst. Die Funktion ist vor allem in größeren Produktionsbetrieben, bei spezialisierten Industriedienstleistern und in zentral organisierten Instandhaltungsbereichen anzutreffen. Sie verbindet Anforderungen aus Produktion, Instandhaltung, Arbeitsschutz, Gefahrstoffmanagement, Einkauf und Entsorgung zu einer einheitlichen Betriebsorganisation. Der Leiter Fluidmanagement legt Standards, Verantwortungsgrenzen, Leistungsanforderungen und Eskalationswege fest. Er muss nicht jede Messung, Nachdosierung oder Reinigung selbst durchführen, stellt aber sicher, dass diese Aufgaben qualifiziert, dokumentiert und nach einheitlichen Kriterien erfolgen. Werden Leistungen an einen externen Fluidmanagement-Dienstleister vergeben, bleibt auf Betreiberseite eine klare Auftraggeber- und Kontrollfunktion erforderlich. Allgemeine Betreiberpflichten für Maschinen, wassergefährdende Stoffe, Gefahrstoffe oder Abfälle werden durch diese Funktion nicht ersetzt, sondern an den Schnittstellen koordiniert.
