Betriebsfähigkeit im Fluidmanagement
Betriebsfähigkeit medienbezogen definieren
Die Betriebsfähigkeit fluidtechnischer Systeme ist erreicht, wenn das jeweils benötigte Medium am vereinbarten Übergabepunkt in ausreichender Menge, im erforderlichen Druck- oder Temperaturniveau und in der für den Prozess notwendigen Qualität sicher verfügbar ist. Das gilt für Wasser, Abwasser, Druckluft, technische Gase, Hydraulikmedien, Schmierstoffe, Kühl- und Wärmeträger sowie weitere betriebliche Fluide. Eine laufende Pumpe oder ein gefüllter Behälter beweist deshalb noch keine Betriebsfähigkeit. Entscheidend ist die Wirkung beim Nutzer oder Prozess. Unzureichender Druck, veränderte Reinheit, falsche Konzentration, mikrobiologische Belastung, unerwünschte Gaseinträge, zu hohe Temperatur oder Leckagen können die bestimmungsgemäße Nutzung verhindern, obwohl die Anlage technisch weiterläuft. Für jedes kritische Fluid sollte deshalb ein freigegebenes Versorgungsprofil bestehen. Es beschreibt Medium, Qualität, zulässige Schwankungen, Druck, Temperatur, Volumenstrom, erforderliche Reserve, Betriebszeiten, Messstelle und Übergabepunkt. Daraus werden die Zustände betriebsfähig, eingeschränkt betriebsfähig und nicht betriebsfähig abgeleitet. Eine Einschränkung ist nur zulässig, wenn Sicherheit, Umwelt, Hygiene, Produktqualität und Anlagenfunktion weiterhin nachweisbar beherrscht sind. Eingangsgrößen sind die realen Anforderungen von Produktion, Gebäudetechnik und Nutzung. Ergebnis ist ein nachvollziehbarer Status je Versorgungssystem und Verbrauchsbereich mit dokumentierten Grenzen, Ersatzmaßnahmen und Verantwortlichkeiten.
