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Hydrauliksysteme

Facility Management: Fluidmanagement » Strategie » Dokumente » Hydrauliksysteme

Hydrauliksysteme

Hydrauliksysteme

Hydraulische Systeme sind wesentliche technische Anlagen, die in Gebäuden vielfältige Aufgaben wie Energieübertragung, Bewegungssteuerung und Sicherheit übernehmen. Ihre Komplexität und der potenzielle Einfluss auf Sicherheit und Umwelt erfordern im Facility Management (FM) eine vollständige Dokumentation über den gesamten Lebenszyklus. Diese Dokumentationsübersicht beschreibt die erforderlichen vergabe-, planungs-, genehmigungs-, prüf- und betriebsbezogenen Unterlagen für hydraulische Systeme. Ziel ist eine HOAI-konforme Planung und Dokumentation, eine vergaberechtskonforme Beauftragung, die behördliche Genehmigungsfähigkeit, eine strukturierte Übergabe an den Betrieb sowie eine audit- und haftungssichere Betriebsführung. Die Unterlagen gewährleisten die Transparenz und Nachvollziehbarkeit aller Schritte – von der Ausschreibung bis zur Wartung – und sind Grundlage für einen rechts- und normensicheren Betrieb.

Angebot für Bauleistungen – Hydraulische Systeme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Angebot

Zweck & Geltungsbereich

Wirtschaftliche und technische Beschreibung der auszuführenden hydraulischen Leistungen

Relevante Regelwerke

Vergabeverordnung (VgV); VOB/A 2019

Wesentliche Inhalte

• Leistungsbeschreibung der hydraulischen Arbeiten
• Einheitspreise und ggf. Pauschalpreise
• Ausführungsfristen unter Berücksichtigung der Witterung
• Angaben zu Nebenangeboten und Alternativen

Verantwortlich

Bieter / Auftragnehmer

Praxisbezug

Grundlage für die Vergabeentscheidung, Vertragsabschluss und spätere Nachtragsbewertung

Erläuterung

Das Angebot bildet die zentrale vergaberechtliche Entscheidungsgrundlage. Die VOB/A 2019 schreibt vor, dass Bauleistungen regelmäßig als Einheitspreisverträge vergeben werden und der Bieter seine Preise in die Leistungsbeschreibung einzutragen hat. Alternative Angebote sind nur zulässig, wenn sie ausdrücklich gefordert oder zugelassen wurden und müssen Mindestanforderungen erfüllen. Für das Facility Management sind vollständige Angebote wichtig, um den Leistungsumfang klar nachzuvollziehen, Nachträge zu bewerten und eine transparente Kosten- und Vertragskontrolle sicherzustellen. Ausführungsfristen müssen angemessen bemessen werden; die VOB/A verlangt, dass ausreichend Zeit zur Ausführung und für die Übergabe von Zeichnungen vorgesehen ist.

Anlagenbeschreibung – Hydraulische Systeme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagenbeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Gesamtübersicht über Aufbau, Funktion und Betriebsweise der Hydraulikanlage

Relevante Regelwerke

HOAI (Leistungsphasen 2–4)

Wesentliche Inhalte

• Systemkonzept und Funktionsbeschreibung
• Hauptkomponenten (Pumpen, Ventile, Zylinder)
• Betriebsparameter (Druck, Volumenstrom, Temperatur)
• Sicherheitsfunktionen und Notabschaltungen

Verantwortlich

Fachplaner Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Praxisbezug

Zentrale Grundlage für die FM-Übergabe, Betriebseinweisung und Störungsanalyse

Erläuterung

Die Anlagenbeschreibung verbindet Planung und Betrieb. In den HOAI-Leistungsphasen 2 und 3 muss der TGA-Fachplaner das Systemkonzept entwickeln, Hauptkomponenten dimensionieren und alle Anlagen mit technischen Daten, Betriebsbedingungen und Sicherheitsfunktionen beschreiben. Diese Angaben bilden die Grundlage für die Fachplanung, für die Genehmigungsunterlagen und für die spätere Betriebsführung. Eine vollständige Anlagenbeschreibung ermöglicht es dem Facility Management, die hydraulische Anlage sicher, wirtschaftlich und regelkonform zu betreiben und Störungen effizient zu analysieren.

Anlagen- und Assetbuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Assetbuch (Anlagenbuch)

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Erfassung aller hydraulischen Anlagen und Komponenten über den gesamten Lebenszyklus

Relevante Regelwerke

DIN 32835-1; VDI-MT 3810-1; VDI 6070-1

Wesentliche Inhalte

• Anlagenkennzeichnung und eindeutige IDs
• Standort und Zuordnung zum Bauwerk
• Baujahr und Lebenszyklusdaten
• Planung, Betrieb, Wartung und Prüfungen der Anlage

Verantwortlich

Betreiber / Facility Manager

Praxisbezug

Grundlage für Instandhaltungsmanagement, Budgetplanung, Betreiberhaftung und Audits

Erläuterung

Das Assetbuch ist ein zentrales Instrument des Facility Managements zur strukturierten Verwaltung technischer Anlagen. Die VDI-Richtlinie 6070 definiert das „Anlagenbuch“ als Dokumentation aller relevanten Planungsdaten, Betriebsparameter und Prüfungen über den Lebenszyklus einer technischen Anlage. In Verbindung mit DIN 32835-1 und VDI-MT 3810-1 werden Begriffe, Methoden und Verantwortlichkeiten geregelt. Ein systematisches Assetbuch unterstützt die Werterhaltung, erleichtert die Planung von Instandhaltungs- und Investitionsmaßnahmen und dient als Nachweis bei Audits sowie zur Absicherung der Betreiberverantwortung.

Anlagendokumentation für AwSV-relevante Hydraulikanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

AwSV-Anlagendokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Einhaltung von Umwelt- und Gewässerschutzanforderungen bei Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen

Relevante Regelwerke

Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV)

Wesentliche Inhalte

• Angaben zu den eingesetzten wassergefährdenden Stoffen
• Sicherheits- und Rückhalteeinrichtungen
• Prüf- und Überwachungsintervalle sowie Prüfberichte
• Betriebsanweisungen und Notfallmaßnahmen

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug

Grundlage für Behördenprüfungen, Betreiberhaftung, Umweltmanagement und Notfallplanung

Erläuterung

Für Hydraulikanlagen, die wassergefährdende Stoffe enthalten (z. B. Hydrauliköle), ist eine Anlagendokumentation nach § 43 AwSV verpflichtend. Diese Dokumentation muss die Art und Abgrenzung der Anlage, die verwendeten Stoffe sowie die Sicherheitsmaßnahmen darstellen. Je nach Gefährdungsklasse sind zusätzliche organisatorische Anforderungen zu erfüllen, und nur qualifizierte Fachbetriebe dürfen bestimmte Arbeiten ausführen. Die Dokumentation wird von den Umweltbehörden regelmäßig geprüft; sie dient der Transparenz, dem Gewässerschutz und der Absicherung des Betreibers.

Antrag auf behördliche Genehmigung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Genehmigungsantrag

Zweck & Geltungsbereich

Erlangung behördlicher Zustimmung für genehmigungspflichtige Teile der Hydraulikanlage

Relevante Regelwerke

HOAI (Leistungsphase 4); Bauordnungsrecht

Wesentliche Inhalte

• Vollständige Anlagenbeschreibung
• Genehmigungs- und Ausführungspläne
• Nachweise (z. B. Statik, Brandschutz, Umweltverträglichkeit)
• Antragsschreiben und Formblätter

Verantwortlich

Fachplaner TGA und Bauherr

Praxisbezug

Voraussetzung für die bauliche Ausführung und den späteren Betrieb

Erläuterung

In der Leistungsphase 4 der HOAI muss der Fachplaner sämtliche Unterlagen und Nachweise für öffentlich-rechtliche Genehmigungen zusammenstellen. Dazu gehören die umfassende Anlagenbeschreibung, Planunterlagen und erforderliche Berechnungen (z. B. Bauphysik, Brandschutz, Umweltverträglichkeitsprüfungen). Die Genehmigungsunterlagen werden von der zuständigen Behörde geprüft und mit Auflagen versehen, die der Betreiber im späteren Betrieb umsetzen muss. Ohne genehmigte Unterlagen darf eine genehmigungspflichtige hydraulische Anlage weder errichtet noch betrieben werden.

Verzeichnis der Verjährungsfristen für Mängelansprüche

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Inhalt

Dokumenttyp

Gewährleistungsübersicht

Zweck & Geltungsbereich

Übersicht über Fristen und Verantwortlichkeiten zur Wahrung von Mängelansprüchen

Relevante Regelwerke

HOAI; Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) § 634a; VOB/B § 13

Wesentliche Inhalte

• Auflistung der Anlagenteile mit vertraglichen Gewährleistungsfristen
• Beginn und Ende der Fristen
• Verantwortliche Parteien

Verantwortlich

Fachplaner TGA und Betreiber

Praxisbezug

Sicherstellung eines aktiven Mängelmanagements, Vermeidung des Verfalls von Ansprüchen und rechtssichere Dokumentation

Erläuterung

Das Verzeichnis der Verjährungsfristen bildet die Grundlage für ein fristgerechtes Gewährleistungsmanagement. Nach dem BGB verjähren Mängelansprüche bei Bauwerken und Planungsleistungen grundsätzlich in fünf Jahren. Die VOB/B legt kürzere Standardfristen fest: ein Jahr für brandgefährdete Teile von Industrieöfen, zwei Jahre für Arbeiten auf dem Grundstück und bestimmte mechanische oder elektrische Anlagen, wenn keine Wartung beauftragt wurde, sowie vier Jahre für Bauwerke. Eine übersichtliche Dokumentation der Fristen schützt den Betreiber vor dem Verlust von Mängelrechten und erleichtert die Koordination von Nachbesserungen.

Messprotokolle der technischen Ausrüstung

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Inhalt

Dokumenttyp

Messprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Soll-/Ist-Leistung hydraulischer Systeme und der Einhaltung der Auslegungsparameter

Relevante Regelwerke

HOAI (Leistungsphasen 8 und 9); AMEV-Hinweise zu RLT-Anlagen

Wesentliche Inhalte

• Gemessene Betriebsparameter wie Druck, Volumenstrom, Temperatur
• Vergleich von Soll- und Ist-Werten
• Messorte, Messzeitpunkte und Messgeräte
• Unterschriften des Fachplaners

Verantwortlich

Fachplaner / TGA-Ingenieur

Praxisbezug

Grundlage für Abnahmen, Optimierung der Anlage und laufende Betriebskontrolle

Erläuterung

Messprotokolle dienen als objektiver Leistungsnachweis und sichern die Einhaltung der Auslegungsparameter. In den Leistungsphasen 8 und 9 überwacht der Planer die Ausführung, vergleicht Soll- und Ist-Leistungen und dokumentiert die Ergebnisse. Für lufttechnische Anlagen fordert der AMEV, dass Messprotokolle des Gesamt- und Teilvolumenstroms inklusive Nachweis der Soll/Ist-Parametereinstellung übergeben werden. Übertragen auf hydraulische Systeme bedeutet dies, dass Druck, Volumenstrom und Temperatur gemessen und dokumentiert werden müssen. Die Protokolle sind sowohl für die Abnahme als auch für spätere Optimierungen und zur Fehleranalyse essenziell. Messprotokolle sollten vor Ort oder in einem strukturierten Verzeichnis (z. B. CAFM-System) verfügbar sein.

Prüfprotokolle für elektrische Betriebsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüf- und Messprotokolle für elektrische Betriebsmittel

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der elektrischen Sicherheit von Antrieben, Steuerungen und Motoren

Relevante Regelwerke

DGUV Vorschrift 3; VDE 0701/0702; DGUV-Information 203-070/071

Wesentliche Inhalte

• Geräteidentifikation und Standort
• Datum, Prüfumfang und Anlass der Prüfung (Erst-, Wiederhol- oder Reparaturprüfung)
• Messwerte und Bewertung
• Termin der nächsten Prüfung
• Prüfer und Prüfgeräte

Verantwortlich

Befähigte Person (Elektrofachkraft)

Praxisbezug

Arbeitssicherheit, Auditfähigkeit, Nachweis gegenüber Berufsgenossenschaften

Erläuterung

Elektrische Antriebe und Steuerungen hydraulischer Anlagen unterliegen der DGUV-Vorschrift 3. Die DGUV-Information 203-071 verlangt, dass die prüfende Person das Ergebnis bewertet und dokumentiert. Das Prüfprotokoll muss neben Gerätedaten und Zeitpunkt der Prüfung auch den Prüfumfang, den Anlass, die Ergebnisse sowie den nächsten Prüftermin enthalten. Es ist empfehlenswert, die Messwerte festzuhalten, um den Zustand über die Jahre zu verfolgen und die Prüfintervalle anzupassen. Typische Formen der Dokumentation sind Prüfprotokolle, Prüfbücher oder Datenbanken. Diese Unterlagen sind zwingend erforderlich für die Inbetriebnahme, den sicheren Betrieb und die wiederkehrenden Prüfungen elektrischer Anlagenteile.

Ausschreibungspläne

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausschreibungszeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Technische Grundlage für die Angebotsabgabe und die Leistungsbeschreibung

Relevante Regelwerke

HOAI (Leistungsphasen 2–3); VOB/A

Wesentliche Inhalte

• Systemübersichten der hydraulischen Anlage
• Leitungsführungen und Rohrtrassen
• Position und Größe von Komponenten (Pumpen, Ventile, Tanks)
• Prinzip- und Funktionsschemata

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Dient der eindeutigen Leistungsabgrenzung und der Vergleichbarkeit der Angebote; reduziert spätere Nachträge

Erläuterung

In der Vor- und Entwurfsplanung (HOAI-Leistungsphasen 2 und 3) erstellt der Fachplaner Systemkonzepte, dimensioniert die Komponenten, untersucht Varianten und entwickelt Funktions- und Prinzipschemata. Die daraus abgeleiteten Ausschreibungspläne zeigen die Leitungsführung, Gerätpositionen und Schnittstellen und dienen als technische Grundlage für die Leistungsbeschreibung und Preiskalkulation. Eine eindeutige Darstellung verhindert Missverständnisse, erleichtert den Vergleich von Angeboten und reduziert das Nachtragsrisiko. Die VOB/A fordert darüber hinaus, dass bei der Festlegung der Ausführungsfristen ggf. die Übergabe von Zeichnungen berücksichtigt wird.

Ausführungs- und Werkpläne

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- und Werkpläne

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Darstellung der realisierten Hydraulikanlage zur Fertigung, Montage und Revision

Relevante Regelwerke

HOAI (Leistungsphase 5); DIN- und VDI-Normen für technische Zeichnungen

Wesentliche Inhalte

• Detailzeichnungen mit Leitungsführung, Armaturen, Halterungen und Befestigungen
• Maßangaben und Materialauswahl
• Integration von Detailplanungen anderer Gewerke
• Aktualisierte Pläne während der Bauausführung

Verantwortlich

Zeichner / Fachplaner TGA

Praxisbezug

Revisionsunterlagen für den sicheren Betrieb, Grundlage für Umbauten und Instandhaltungsmaßnahmen

Erläuterung

Die Ausführungsplanung (HOAI-Leistungsphase 5) konkretisiert die Entwurfs- und Genehmigungsplanung bis zur ausführungsreifen Lösung. Sie umfasst Ausführungs-, Detail- und Konstruktionszeichnungen im erforderlichen Umfang und Detaillierungsgrad. Der Planer stellt seine Arbeitsergebnisse anderen Beteiligten zur Verfügung und integriert deren Beiträge; er schreibt Terminpläne fort, prüft Montagepläne und aktualisiert die Ausführungsunterlagen während der Bauausführung. Die so entstehenden Werkpläne sind verbindliche Revisionsunterlagen, die dem Facility Management während des Betriebs als Grundlage für Wartung, Umbauten und Störungsbeseitigung dienen.

Benutzerinformationen / Sicherheitshinweise (Maschinen)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Benutzerinformationen / Sicherheitsinformationen

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer, bestimmungsgemäßer Betrieb hydraulischer Maschinen

Relevante Regelwerke

DIN EN ISO 12100

Wesentliche Inhalte

• bestimmungsgemäße Verwendung
• Restrisiken
• Schutzmaßnahmen
• Warnhinweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Unterweisung, Betrieb, Haftungsabsicherung

Erläuterung

Benutzerinformationen sind ein zentrales Element der Maschinensicherheit. Der Hersteller muss in der Anleitung die bestimmungsgemäße Verwendung der Maschine festlegen und verbleibende Restrisiken offenlegen. Zudem müssen darin konkrete Schutzmaßnahmen (etwa erforderliche Schutzausrüstung, Not-Aus-Einrichtungen) sowie Warnhinweise vor Gefahrenstellen enthalten sein. Nach DIN EN ISO 12100 ist dieses Vorgehen Teil des Risikominderungsverfahrens, in dem erst durch konstruktive Maßnahmen und technische Schutzeinrichtungen möglichst viele Gefahren beseitigt werden und restliche Gefährdungen durch klare Benutzerinformationen kompensiert werden. Die bereitgestellten Informationen dienen unmittelbar der Unterweisung des Bedienpersonals und sind so konzipiert, dass sie bei Betrieb und Wartung genutzt werden. In der Praxis bildet die Benutzerinformation die Grundlage für Schulungen und Begehungen; sie schafft Rechtssicherheit für den Betreiber, weil sie dokumentiert, dass er alle Nutzer über Gefahren und korrekte Arbeitsweisen informiert hat.

Berechnung und Auslegung – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Berechnungs- und Auslegungsunterlagen (LPH 3)

Zweck & Geltungsbereich

Technische Dimensionierung und Variantenbewertung

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Druck- und Volumenstromberechnungen
• Systemvarianten
• Sicherheitsreserven

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Entscheidungsgrundlage für Entwurf und Kostenrahmen

Erläuterung

In der Entwurfsplanung (HOAI LPH 3) werden hydraulische Systeme grundlegend ausgelegt. Der TGA-Planer ermittelt den erforderlichen Druck und Volumenstrom sowie die Dimensionierung von Leitungen und Pumpen anhand der funktionalen Anforderungen. Es werden alternative Systemvarianten (zum Beispiel unterschiedliche Pumpentypen oder Leitungsführungen) entwickelt und hinsichtlich Leistung, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit verglichen. Bereits in dieser Phase werden ausreichende Sicherheitsreserven festgelegt, etwa durch Reservekapazitäten oder redundante Komponenten, um spätere Spitzenlasten oder Ausfallfälle abzudecken. Die wesentlichen Ergebnisse – Druck- und Volumenstromberechnung, Variantenvergleich und Kostenschätzung – bilden die Basis für die weitere Projektplanung und die Formulierung des Entwurfs.

Berechnung und Auslegung – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Berechnungs- und Ausführungsunterlagen (LPH 5)

Zweck & Geltungsbereich

Ausführungsgerechte Detaildimensionierung

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Leitungsdimensionen
• Komponentenwahl
• Detailnachweise

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Montage, Inbetriebnahme, technische Abnahme

Erläuterung

In der Ausführungsplanung (HOAI LPH 5) erfolgt die detaillierte technische Umsetzung der hydraulischen Anlage. Die vorläufig ausgelegte Anlage wird in allen Bauteilen festgelegt: Der Planer bestimmt genau Rohrleitungsdurchmesser, Armaturentypen, Pumpen- und Ventilgrößen und erstellt ein komplettes Rohrnetzlayout. Dabei werden präzise Druckverlust- und Volumenstromberechnungen durchgeführt, um alle Komponenten normgerecht zu dimensionieren. Ebenfalls werden alle gewählten Produkte auf ihre Spezifikationen abgestimmt (etwa Druckstufen, Leistungskurven) und Nachweise erbracht, wie etwa die statische und dynamische Belastbarkeit. Diese umfassenden Unterlagen gewährleisten, dass die Anlage fachgerecht installiert und geprüft werden kann. Sie bilden die Grundlage für die Montage, die Inbetriebnahme und die abschließende technische Abnahme der Anlage.

Berechnung und Auslegung – LPH 7 (Vergabe-/Ausschreibungsergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Berechnungs- und Auslegungsabgleich (LPH 7)

Zweck & Geltungsbereich

Anpassung der Auslegung an vergebene Produkte

Relevante Regelwerke

HOAI; DIN 18379 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

• Produktparameter
• Abgleich Soll/Ist
• Nachweise

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Sicherstellung der Plan-/Vergabekonsistenz

Erläuterung

In der Phase der Mitwirkung bei der Vergabe (LPH 7) werden die tatsächlich beschafften Komponenten in die Planung eingeführt. Der Fachplaner nimmt die Datenblätter und Parameter der vergebenen Produkte (etwa der Pumpen oder Ventile) und vergleicht sie mit den ursprünglich geplanten Werten. Dabei wird geprüft, ob Lieferumfang und technische Merkmale den Anforderungen entsprechen. Etwaige Abweichungen zwischen der Soll-Ausstattung und dem Ist-Zustand werden dokumentiert und bewertet. Ziel ist es sicherzustellen, dass die verbauten Bauteile die geforderte Leistung und die Sicherheitsreserven wirklich erfüllen. Diese Dokumentation, die unter anderem auf Vorgaben der DIN 18379 (allgemeine technische Vertragsbedingungen) basiert, bestätigt die Konsistenz von Planung und Ausführung und ist eine wichtige Grundlage für die Vergabeprüfung und die spätere Anlagenabnahme.

Lebenszykluskostenberechnung (LCC) – Ergebnisse

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Lebenszykluskostenberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung der Gesamtkosten über die Nutzungsdauer

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Investitions-, Betriebs-, Instandhaltungskosten
• Ersatzzyklen

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Investitions- und Modernisierungsentscheidungen

Erläuterung

Die Lebenszykluskostenberechnung (Life Cycle Cost, LCC) berücksichtigt alle anfallenden Kosten einer Anlage über ihre gesamte Nutzungsdauer. Dazu gehören neben den anfänglichen Investitionskosten (Planung, Einbau) insbesondere die Betriebskosten (zum Beispiel Energie, Wasser, Personal) sowie die Instandhaltungs- und Wartungskosten und spätere Ersatzinvestitionen für Verschleißteile. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz können verschiedene Anlagenvarianten wirtschaftlich verglichen werden. So kann etwa eine Lösung mit höheren Investitionskosten, die aber durch deutlich niedrigeren Energieverbrauch punktet, sich langfristig als kostengünstiger erweisen. Eine transparente LCC-Betrachtung unterstützt daher Investitions- und Modernisierungsentscheidungen, da sie wirtschaftliche und nachhaltige Anlagenkonzepte fördert.

Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Nachrechnung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bestands- und Fortschreibungsunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation des Ist-Zustands und Aktualisierung von Berechnungen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Anlagenbestand
• Anpassungen
• aktualisierte Leistungsdaten

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Umbauten, Audits, Betriebsoptimierung

Erläuterung

Die Bestands- und Fortschreibungsdokumentation erfasst umfassend den aktuellen Ist-Zustand der Hydraulikanlage. Dabei werden alle vorhandenen Komponenten (z. B. Pumpen, Ventile, Rohrleitungen) und ihre Lage erfasst und in grafischen Plänen dokumentiert. Diese Unterlagen beinhalten Pläne, Fotos sowie Angaben zu den technischen Daten des tatsächlich eingebauten Anlagenbestands. Anschließend werden die ursprünglichen Berechnungen gegebenenfalls nachgerechnet und aktualisiert, um Änderungen oder Alterungen zu berücksichtigen. Diese Dokumentation ist essenziell für Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen sowie für Audits: Sie stellt sicher, dass alle Änderungen nachvollzogen werden können und bildet die Basis für eine langfristige Betriebsoptimierung. Durch die revisionssichere Fortschreibung der Daten bleibt die Anlage stets planungs- und überprüfbar dokumentiert.

Betriebsanleitung für hydraulische Maschinen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebs- und Wartungsanleitung

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Betrieb, Wartung und Störungsbehebung

Relevante Regelwerke

DIN EN 12693; Maschinenrichtlinie / EU-Maschinenverordnung

Wesentliche Inhalte

• Bedienung
• Wartungsintervalle
• Notfallmaßnahmen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Unterweisung, Betriebssicherheit

Erläuterung

Die Betriebsanleitung ist eine verbindliche Betreiberunterlage, die vom Hersteller bereitgestellt wird. Sie enthält alle sicherheits- und betriebsrelevanten Informationen für die Maschine. Hier werden die korrekte Bedienung (einschließlich Erläuterung der Bedienelemente), die empfohlenen Wartungsintervalle mit Prüf- und Inspektionsvorgaben sowie Notfallmaßnahmen (etwa Verfahrensabläufe bei Störung oder Abschaltung) beschrieben. Nach der Maschinenrichtlinie (Maschinenverordnung) und einschlägigen DIN-Normen (z. B. DIN EN 12693 für stationäre Pumpen) ist diese Dokumentation vorgeschrieben. Sie dient dazu, dass das Bedienpersonal geschult und die Anlage sicher betrieben werden kann. In der Praxis bildet die Betriebsanleitung die Basis für Unterweisungen und Wartungsarbeiten und stellt sicher, dass alle sicherheitstechnischen Vorgaben umgesetzt werden.

Betriebs- und Sicherheitshinweise für elektrische Komponenten

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebs- und Sicherheitsinformationen

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Betrieb elektrischer Ausrüstung in Hydrauliksystemen

Relevante Regelwerke

1. ProdSV; Niederspannungsrichtlinie

Wesentliche Inhalte

• elektrische Sicherheit
• Schutzmaßnahmen
• Warnhinweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Arbeitssicherheit, Prüfungen

Erläuterung

Für die elektrischen Antriebsteile der Hydraulikanlage (beispielsweise Elektromotoren, Steuerungen oder Schaltschränke) liefert der Hersteller gesonderte Betriebs- und Sicherheitshinweise. Diese Dokumente behandeln alle Aspekte der elektrischen Sicherheit: Sie beschreiben die notwendigen Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag (z. B. Erdung, Schutzkleinspannung), Instruktionen zum Ein- und Ausschalten, Angaben zu Schutzorganen (Sicherungen, FI) sowie zu zulässigen Spannungsbereichen und Umgebungseinflüssen. Rechtlich orientieren sich diese Hinweise an der Produktsicherheitsgesetzgebung (1. ProdSV/Maschinenverordnung) und der EU-Niederspannungsrichtlinie. Sie sind im Betrieb notwendig, um dem Wartungspersonal die geforderten Sicherheitsmaßnahmen mitzuteilen und regelmäßige Prüfungen (zum Beispiel Sicherheitsprüfung nach DGUV) zu unterstützen.

Interdisziplinäre Betriebsanweisungen (Technische Ausrüstung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Interdisziplinäre Betriebsanweisung

Zweck & Geltungsbereich

Koordination des sicheren Betriebs über Gewerke hinweg

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Normal-/Störbetrieb
• Zuständigkeiten
• Schnittstellen

Verantwortlich

TGA-Fachplaner

Praxisbezug

Betriebssicherheit, Unterweisung

Erläuterung

Die interdisziplinäre Betriebsanweisung wird fachübergreifend erstellt, wenn verschiedene Anlagenteile (Hydraulik, Elektro, Leittechnik) miteinander verknüpft sind. Sie definiert das Zusammenspiel der Gewerke im regulären Betrieb und in Störfällen. Dazu gehören genaue Betriebsabläufe (z. B. was passiert bei Systemstart oder Abschaltung), Zuständigkeiten des technischen Personals sowie klare Schnittstellen zwischen den Anlagen (welches Signal steuert welche Komponente). So regelt sie beispielsweise, welche Stelle die Hydraulikpumpe abschaltet, wenn es in der elektrischen Steuerung einen Alarm gibt. Diese Anweisungen schaffen Klarheit über gemeinsame Prozesse und sichern den gefahrlosen Betrieb der Gesamtanlage. Sie sind wichtige Unterlage für Unterweisungen, da sie das interdisziplinäre Zusammenwirken aller Systeme dokumentieren.

Betriebsanweisung / Betriebsanleitung für AwSV-relevante Hydrauliksysteme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsanweisung / Betriebsanleitung (AwSV)

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer, bestimmungsgemäßer Betrieb wassergefährdender Hydrauliksysteme

Relevante Regelwerke

AwSV

Wesentliche Inhalte

• Anlagenbeschreibung
• Betriebsgrenzen
• Leckage-/Störfallmaßnahmen
• Prüf- und Wartungsvorgaben

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug

Behördennachweis, Unterweisung, Umwelt- und Gewässerschutz

Erläuterung

Die AwSV-Betriebsanweisung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Betreiberpflicht nach §44 AwSV. Sie enthält den Überwachungs-, Instandhaltungs- und Notfallplan der Anlage sowie Maßnahmen, um schädliche Einwirkungen auf Gewässer sofort abzuwehren. In der Betriebsanweisung werden die Art der Anlage und das eingesetzte Hydrauliköl beschrieben, die Betriebsgrenzen (z.B. max. Druck, Temperatur) festgelegt sowie Leckage- und Störfallprozeduren und regelmäßige Prüfintervalle dokumentiert. Das Betriebspersonal muss vor Arbeitsaufnahme und mindestens jährlich anhand dieser Anleitung geschult werden. Damit stellt die Betriebsanweisung sicher, dass Mitarbeiter korrekt handeln und Gewässerverunreinigungen (z.B. durch auslaufendes Hydrauliköl) wirkungsvoll verhindert werden.

Dokumentation der Teile eines AwSV-Systems

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagenteildokumentation (AwSV)

Zweck & Geltungsbereich

Vollständige Erfassung aller AwSV-relevanten Komponenten

Relevante Regelwerke

AwSV

Wesentliche Inhalte

• Behälter
• Leitungen
• Auffangsysteme
• Sicherheitseinrichtungen

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug

Prüfplanung, Behörden- und Auditnachweis

Erläuterung

In der Anlagenteildokumentation werden sämtliche wassergefährdende Komponenten der Hydraulikanlage erfasst. Dazu zählen z.B. Ölbehälter, Hydraulikaggregate, Rohrleitungen, Auffangwannen und sicherheitsrelevante Einrichtungen wie Leckanzeiger oder Überfüllsicherungen. Nach §43 AwSV muss der Aufbau und die Abgrenzung der gesamten Anlage beschrieben werden. Die detaillierte Bestandsaufnahme aller Anlagenteile ermöglicht eine gezielte Prüfplanung und die eindeutige Zuordnung von Verantwortlichkeiten. So kann bei Prüfungen oder Wartungsarbeiten schnell ermittelt werden, welche Komponenten betroffen sind und wer zuständig ist.

Betriebsbuch / Betriebstagebuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsbuch

Zweck & Geltungsbereich

Lückenlose Dokumentation des laufenden Anlagenbetriebs

Relevante Regelwerke

VDI-MT 3810-1

Wesentliche Inhalte

• Betriebszeiten
• Störungen
• Wartungen
• besondere Vorkommnisse

Verantwortlich

Betreiber / Facility Manager

Praxisbezug

Auditfähigkeit, Ursachenanalyse, Nachweis der Betreiberpflichten

Erläuterung

Das Betriebsbuch ist eine zentrale FM-Dokumentation und wird gemäß VDI-MT 3810-1 geführt. Es erfasst lückenlos alle Betriebszeiten, Störungen, durchgeführten Wartungen und besonderen Ereignisse der Hydraulikanlage. Jede Eintragung enthält Datum, Ereignisbeschreibung, durchgeführte Maßnahme und verantwortliche Person. Auch Alarme und Störfälle werden mit Zeitpunkt, Fehlerursache und den ergriffenen Gegenmaßnahmen dokumentiert. Ein kontinuierlich gepflegtes Betriebsbuch stellt sicher, dass der Betreiber seine Instandhaltungspflichten erfüllt, und dient als wichtiger Nachweis bei Audits, Inspektionen und behördlichen Überprüfungen.

Betriebskostenberechnung für Hydrauliksysteme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebskostenkalkulation

Zweck & Geltungsbereich

Prognose der laufenden Kosten im Betrieb

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Energieverbrauch
• Wartungsaufwand
• Ersatzteilkosten

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Budgetierung, Lebenszyklusmanagement

Erläuterung

Die Betriebskostenberechnung liefert eine transparente Prognose der laufenden Betriebskosten der Hydraulikanlage. Sie erfasst typischerweise den erwarteten Energieverbrauch (Strom), den Wartungs- und Instandhaltungsaufwand sowie die Ersatzteilkosten über eine definierte Nutzungsdauer. Diese Kalkulation wird im Regelfall vom TGA-Fachplaner in der Planungsphase erstellt und ermöglicht eine vorausschauende Budgetplanung sowie ein effektives Lebenszyklusmanagement. Durch den Vergleich von Soll- und Ist-Werten dienen die ermittelten Kosten außerdem als Referenz für Effizienzsteigerungen und Optimierungsmaßnahmen.

Brandschutz- / Brandfallsteuermatrix

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Brandfallsteuermatrix

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der Reaktionen des Hydrauliksystems im Brandfall

Relevante Regelwerke

HOAI; VDI 3819-3

Wesentliche Inhalte

• Auslösebedingungen
• Abschaltungen
• Schnittstellen zu BMA/GA

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Brandschutz

Praxisbezug

Abnahme, Funktionsprüfungen, Feuerwehrabstimmung

Erläuterung

Die Brandfallsteuermatrix beschreibt systematisch, wie die Hydraulikanlage im Brandfall reagiert. Sie legt fest, bei welchen Auslösebedingungen (z.B. Meldung der Brandmeldeanlage) welche Abschalt- oder Steuerungsmaßnahmen erfolgen (z.B. Stillsetzung von Pumpen, Entlastung des Systems) und definiert die Schnittstellen zu anderen Systemen (z.B. Brandmeldeanlage, Gebäudeleittechnik). Nach VDI 3819-3 und HOAI ist eine solche Steuerungsvorgabe besonders in Sonderbauten verpflichtend dokumentiert. Die Matrix dient als Grundlage für behördliche Abnahmen und Funktionsprüfungen und gewährleistet, dass das deterministische Verhalten der Anlage im Brandfall klar nachvollzogen werden kann.

Lösungsdarstellung – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Grafische Lösungsdarstellung

Zweck & Geltungsbereich

Visualisierung der ausgeplanten Hydrauliklösung

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Leitungsführung
• Aggregate
• Sicherheitseinrichtungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Grundlage für Montage und Inbetriebnahme

Erläuterung

In der Ausführungsplanung (Leistungsphase 5 nach HOAI) wird die geplante Hydrauliklösung grafisch dargestellt. Die Zeichnung zeigt die exakte Leitungsführung, die Position der Aggregate (z.B. Pumpen, Behälter) sowie die eingebauten Sicherheitseinrichtungen (z.B. Überströmventile, Leckagesensoren). Damit entsteht ein Gesamtbild der Hydraulikanlage vor Ort. Diese detaillierten Pläne bilden die Grundlage für die Montage und Inbetriebnahme und dienen als technische Abstimmungsvorlage während des Baus.

Lösungsbeschreibung – LPH 7 (Vergabeergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technische Lösungsbeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Textliche Beschreibung der beauftragten Ausführung

Relevante Regelwerke

HOAI; DIN 18379; DIN 18381

Wesentliche Inhalte

• Systemaufbau
• Herstellerdaten
• Abweichungen zur Planung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Vertrags-, Gewährleistungs- und Betriebsmanagement

Erläuterung

Die technische Lösungsbeschreibung dokumentiert textlich die tatsächliche Ausführung der Hydraulikanlage nach Auftragserteilung (Leistungsphase 7 nach HOAI). Sie enthält Angaben zum Systemaufbau, zu den verwendeten Komponenten inklusive Herstellerdatenblättern sowie zu allen Abweichungen gegenüber der ursprünglichen Planung (z.B. geänderte Rohrdurchmesser, alternative Bauteile). Damit wird sichergestellt, dass Planung, Vergabe und Ausführung konsistent dokumentiert sind. Die Beschreibungen sind wichtig für das Vertrags- und Gewährleistungsmanagement sowie für den späteren Betrieb und eventuelle Erweiterungen der Anlage.

Datenerhebung, Analyse und Optimierung (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Analyse- und Optimierungsbericht

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung und Verbesserung der Anlagenperformance

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Messdaten
• Effizienzanalysen
• Optimierungsvorschläge

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Betriebsoptimierung, Anpassung an Nutzungsänderungen

Erläuterung

Der Analyse- und Optimierungsbericht fasst die Ergebnisse der Datenerhebung und Leistungsanalyse zusammen. Er enthält gemessene Betriebsdaten (z.B. Drücke, Durchflussraten, Energieverbrauch), Effizienzauswertungen und konkrete Vorschläge zur Leistungssteigerung (z.B. Anpassung von Regeldruck oder Austausch ineffizienter Komponenten). Solche Berichte werden typischerweise nach der Inbetriebnahme oder im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses erstellt. Sie unterstützen die kontinuierliche Optimierung der Anlage und sichern einen wirtschaftlichen und sicheren Betrieb, indem sie gezielte Anpassungen an geänderte Anforderungen ermöglichen.

Wartungs- und Instandhaltungsdokumente

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Instandhaltungsunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Festlegung und Nachweis regelmäßiger Instandhaltung

Relevante Regelwerke

DIN EN 13460

Wesentliche Inhalte

• Wartungsintervalle
• Prüfpunkte
• Austauschzyklen

Verantwortlich

Betreiber / Wartungsfachbetrieb

Praxisbezug

Betriebssicherheit, Audit- und Versicherungsnachweis

Erläuterung

In den Wartungs- und Instandhaltungsunterlagen werden die regelmäßigen Pflege- und Prüfmaßnahmen für die Hydraulikanlage festgelegt und dokumentiert. Sie enthalten fest definierte Wartungsintervalle, detaillierte Prüfpunkte sowie Austauschzyklen für verschleißanfällige Komponenten (z.B. Filter, Dichtungen). Diese Unterlagen erstellt der Betreiber oder ein beauftragter Wartungsfachbetrieb und führen zusammen mit Prüfprotokollen den Nachweis für eine ordnungsgemäße Instandhaltung gemäß DIN EN 13460. Eine lückenlose Dokumentation der Wartungsarbeiten sichert die Betriebssicherheit und dient als Nachweis gegenüber Audits, Behörden und Versicherungen.

Dokumentation der Dämm- und Brandschutzarbeiten (TGA)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- und Nachweisdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der korrekten Ausführung von Dämm- und Brandschutzmaßnahmen

Relevante Regelwerke

DIN 18421 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

• Materialnachweise
• Feuerwiderstand
• Befestigung

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praxisbezug

Abnahme, Betriebssicherheit, Haftungsnachweis

Erläuterung

Bei der Installation von Hydraulikleitungen ist häufig eine Dämmung und Brandschutzverkleidung erforderlich. Die Ausführungs- und Nachweisdokumentation erfasst die verwendeten Materialien und deren Eigenschaften (z.B. Dämmstoffart, Dicke, Feuerwiderstandsklasse) sowie die Details der Befestigung und Anschlüsse. Nach ATV DIN 18421 (Teil der VOB/C) müssen diese Nachweise geführt werden, um zu dokumentieren, dass die Arbeiten den technischen Vorgaben entsprechen. Diese Dokumentation dient als Basis für die Abnahme der Arbeiten und als Beleg dafür, dass alle Dämm- und Brandschutzanforderungen eingehalten wurden.

Eignungsnachweis des ausführenden Unternehmens

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Eignungsnachweis Bau-/Montageleistungen

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der fachlichen, technischen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit

Relevante Regelwerke

VOB/A 2019

Wesentliche Inhalte

• Referenzen
• Fachpersonal
• Zertifikate
• Geräteaustattung

Verantwortlich

Bieter / Auftragnehmer

Praxisbezug

Vergabeentscheidung, Haftungs- und Risikominimierung

Erläuterung

Der Eignungsnachweis stellt sicher, dass ausschließlich qualifizierte Unternehmen mit der Ausführung sicherheits- und umweltrelevanter Hydrauliksysteme beauftragt werden. Nach VOB/A (§6a) muss der Auftraggeber die Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Bieter prüfen. Typische Nachweise sind Referenzprojekte vergleichbarer Anlagen, der Ausbildungs- und Qualifikationsgrad des eingesetzten Fachpersonals (z. B. Hydraulikingenieure, zertifizierte Schweißfachleute) sowie einschlägige Zertifikate zur Qualitätssicherung (z. B. ISO-9001, SCC). Hinzu kommen Nachweise über die technische Ausstattung (z. B. kalibrierte Prüf- und Messgeräte, spezialisierte Werkzeuge). Oft wird auch ein angemessener Versicherungsschutz (z. B. Betriebshaftpflicht) verlangt. Diese Unterlagen minimieren das Haftungsrisiko, indem sichergestellt wird, dass nur fachkundige Firmen komplexe Hydraulikarbeiten ausführen.

Dokumentation des Vergabeverfahrens

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabedokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis eines ordnungsgemäßen, rechtskonformen Vergabeverfahrens

Relevante Regelwerke

VgV; VOB/A 2019; UVgO; HOAI

Wesentliche Inhalte

• Verfahrensart
• Wertung
• Zuschlagsentscheidung
• Vergabevermerk

Verantwortlich

Öffentlicher Auftraggeber / Fachplaner TGA

Praxisbezug

Rechtssicherheit, Nachprüfungsverfahren, Auditnachweis

Erläuterung

Die Vergabedokumentation wird insbesondere bei öffentlichen Bauvorhaben vollständig geführt und dokumentiert jeden Schritt des Vergabeverfahrens. Hierin werden Art und Ablauf der Ausschreibung (z. B. EU-weite Ausschreibung, Verhandlungsverfahren) sowie die festgelegten Eignungs- und Zuschlagskriterien festgehalten. Alle eingegangenen Angebote werden ausgewertet, bewertet und die Zuschlagsentscheidung nachvollziehbar begründet. Der abschließende Vergabevermerk enthält die wesentlichen Gründe und Entscheidungskriterien. Eine sorgfältig geführte Vergabedokumentation – wie sie von Vergabeordnung (VgV, VOB/A, UVgO) und HOAI (LPH 6/7) gefordert ist – schafft Transparenz, Rechtssicherheit und dient als Nachweis gegenüber Prüfinstanzen und Auditoren. Sie beugt Rechtsstreitigkeiten vor und unterstützt eine revisionssichere Projektabwicklung.

Mengenermittlung (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mengenermittlungsnachweis

Zweck & Geltungsbereich

Quantitative Erfassung aller hydraulischen Komponenten

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Leitungen
• Aggregate
• Armaturen
• Speicher

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Kostenberechnung, Ausschreibung, Abrechnung

Erläuterung

Die Mengenermittlung bildet die quantitative Grundlage für Kostenplanung und Ausschreibung. Im Rahmen der Entwurfsplanung (HOAI LPH 3) werden alle hydraulischen Komponenten mengenmäßig erfasst – etwa Rohrlängen, Volumina der Druckbehälter und Aggregate sowie Anzahl und Maße von Ventilen, Armaturen und Speichern. Diese Mengen fließen in die Kostenberechnung (gemäß DIN 276) ein und ermöglichen das Erstellen eines detaillierten Leistungsverzeichnisses (LV) für die Ausschreibung. Exakte Mengendaten erlauben zudem eine nachvollziehbare Abrechnung der ausgeführten Arbeiten und die Überprüfung von Nachtragsforderungen. Auch für künftige Umbauten, Erweiterungen oder Ersatzinvestitionen liefern die dokumentierten Mengen eine belastbare Grundlage zur Kostenkalkulation.

Prinzipschema – LPH 2 (Vorplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktionsschema (Prinzip)

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung des grundsätzlichen hydraulischen Funktionsprinzips

Relevante Regelwerke

HOAI; VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

• Druckerzeugung
• Verbraucher
• Sicherheitskomponenten

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Konzeptfreigabe, Abstimmung mit Bauherr und Behörden

Erläuterung

Das Prinzip- oder Funktionsschema der Vorplanung veranschaulicht auf hoher Ebene das grundlegende Konzept der Hydraulikanlage. Es zeigt typischerweise die Druckerzeugung (z. B. Pumpenaggregat mit Motor), das Hauptleitungssystem, die zentralen Verbraucher (z. B. hydraulische Aktoren oder Heiz-/Kühlkreise) und wesentliche Sicherheitseinrichtungen (z. B. Druckbegrenzungsventile, Ausgleichsbehälter). Rohrleitungen und Anlagenteile werden dabei nur grob skizziert. Ziel ist es, das Konzept dem Bauherrn und den Genehmigungsbehörden transparent zu machen und frühzeitig freizugeben, bevor detaillierte Planungsphasen beginnen.

Funktions- und Strangschema – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Entwurfsschema

Zweck & Geltungsbereich

Konkretisierung der Systemstruktur und Strangaufteilung

Relevante Regelwerke

HOAI; VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

• Volumenströme
• Druckstufen
• Redundanzen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Genehmigungsfähigkeit, Systemabstimmung

Erläuterung

Das Entwurfsschema konkretisiert die Systemstruktur. Hier sind alle Leitungsstränge (z. B. Haupt- und Nebenstränge, Heiz- und Kühlkreise) mit ihren Fließrichtungen eingezeichnet. Vorläufige Werte für Volumenströme, Druckstufen und Temperaturniveaus werden festgelegt. Ggf. sind redundante Systeme (z. B. parallele Pumpen für Ausfallsicherheit) eingeplant und gekennzeichnet. Dieses Schema dient der detaillierten Abstimmung der Systemaufteilung und bildet die Grundlage für die Genehmigungsplanung (Bau- oder Anlagen-Akte), indem es den Aufbau der hydraulischen Anlage nach vorn trägt.

Funktions- und Strangschema – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungsschema

Zweck & Geltungsbereich

Detaildarstellung für Montage und Inbetriebnahme

Relevante Regelwerke

HOAI; VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

• Dimensionierung
• Regelung
• Anschlussdetails

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Grundlage für Bauausführung und Funktionsprüfungen

Erläuterung

Das Ausführungsschema enthält alle Detailinformationen, die für den Bau der Anlage notwendig sind. Es zeigt die exakte Verrohrung mit Maßangaben, Anschlussplänen und Installationsorten. Alle Aggregate (Pumpen, Druckbehälter, Speicher etc.), Armaturen und Messeinrichtungen sind mit Herstellern, Typen und Anschlussdaten versehen. Auch Steuer- und Regelungskomponenten (z. B. Sensoren, Aktoren, Automationsleitungen) werden eingezeichnet. Das Ausführungsschema geht aus den Vorplanungen hervor und stellt sicher, dass Bauausführung und Inbetriebnahme anhand eines vollständigen Planwerks erfolgen können.

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabeabgleichsschema

Zweck & Geltungsbereich

Abgleich Planung mit beauftragter Ausführung

Relevante Regelwerke

HOAI; DIN 18379; DIN 18381

Wesentliche Inhalte

• Herstellerdaten
• Abweichungen
• Gleichwertigkeitsnachweise

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Vertrags- und Gewährleistungsmanagement

Bautagebuch / Dokumentation des Bauprozesses

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bautagebuch

Zweck & Geltungsbereich

Nachvollziehbare Dokumentation der Ausführung hydraulischer Anlagen

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Baufortschritt
• Abweichungen
• besondere Vorkommnisse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Nachtragsmanagement, Beweissicherung

Einbauerklärung für unvollständige Maschinen (Hydraulikaggregate)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Einbauerklärung

Zweck & Geltungsbereich

Maschinenrechtlicher Nachweis bei teilfertigen Hydraulikmaschinen

Relevante Regelwerke

Maschinenrichtlinie 2006/42/EG

Wesentliche Inhalte

• Beschreibung der Maschine
• Restrisiken
• Integrationshinweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

CE-Gesamtbewertung, Inbetriebnahme

Eignungsfeststellung für AwSV-Anlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Eignungsfeststellung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der wasserrechtlichen Eignung

Relevante Regelwerke

Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Wesentliche Inhalte

• Medienbeschreibung
• Schutzmaßnahmen
• Prüfanforderungen

Verantwortlich

Behörde / verantwortliche Stelle

Praxisbezug

Genehmigung, Betrieb, Umwelt-Compliance

Ergebnisdokument zur Aufgabenklärung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aufgabenklärungsdokument

Zweck & Geltungsbereich

Präzisierung der funktionalen, technischen und betrieblichen Anforderungen an das Hydrauliksystem

Relevante Regelwerke

HOAI

Wesentliche Inhalte

• Nutzungsanforderungen
• Leistungsgrenzen
• Randbedingungen
• Schnittstellen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug

Grundlage für Entwurf, Kostenansätze und spätere Betriebsorganisation

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

 

Zweck & Geltungsbereich

 

Relevante Regelwerke

 

Wesentliche Inhalte

 

Verantwortlich

 

Praxisbezug

 

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

 

Zweck & Geltungsbereich

 

Relevante Regelwerke

 

Wesentliche Inhalte

 

Verantwortlich

 

Praxisbezug

 

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

 

Zweck & Geltungsbereich

 

Relevante Regelwerke

 

Wesentliche Inhalte

 

Verantwortlich

 

Praxisbezug

 

Erläuterung

Erläuterung

Das Vergabeabgleichsschema wird nach der Vergabe bzw. nach Lieferung der Komponenten erstellt. Es aktualisiert die ursprünglichen Pläne mit den tatsächlich verwendeten Ausführungen. Herstellerdaten, Typen und Leistungswerte der gelieferten Pumpen, Ventile und sonstigen Teile werden hier eingetragen. Tritt dabei eine Abweichung vom ursprünglichen Entwurf auf (z. B. anderes Fabrikat, geänderte Leistungsdaten), wird dies dokumentiert und ggf. mit einem Gleichwertigkeitsnachweis belegt. Das Schema bildet die Grundlage für Vertrags- und Gewährleistungsmanagement: Es zeigt transparent, was tatsächlich eingebaut wurde und begründet Änderungen oder Nachträge.

Erläuterung

Das Bautagebuch dient der lückenlosen Dokumentation des Bauablaufs (Leistungsphase 8 nach HOAI). Datum, Wetterbedingungen, anwesende Firmen und die ausgeführten Arbeiten werden täglich notiert. Dabei werden alle wesentlichen Ereignisse festgehalten: Soll-Ist-Vergleiche mit dem Bauzeitenplan, aufgetretene Abweichungen, besondere Vorkommnisse oder Mängel. Auch Prüfungen, Messwerte und Abnahmen werden dokumentiert. Damit ermöglicht das Bautagebuch eine klare Nachvollziehbarkeit des Bauprozesses: Im Streitfall oder bei Gewährleistungsfragen dient es als wichtiges Beweismittel, und im Facility Management liefert es wertvolle Hinweise für Wartung und Instandhaltung der Anlage.

Erläuterung

Die Einbauerklärung ist ein maschinenrechtliches Dokument nach der EU-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG für unvollständige (teilfertige) Maschinen. Hydraulische Aggregate, die eigenständig geliefert und erst in eine Gesamtmaschine eingebaut werden, gelten als unvollständige Maschinen. Der Hersteller des Aggregats muss eine Einbauerklärung erstellen. Darin beschreibt er die Maschine, listet verbliebene Gefährdungen und Restrisiken auf und gibt Hinweise für den sicheren Einbau in die Gesamtanlage. Diese Erklärung ist Teil der technischen Dokumentation und sichert ab, dass bei der abschließenden CE-Konformitätsbewertung der Gesamtanlage alle Sicherheitsanforderungen berücksichtigt werden.

Erläuterung

Hydraulikanlagen mit öl- oder anderen wassergefährdenden Medien unterliegen dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und der AwSV. Die wasserrechtliche Eignungsfeststellung stellt fest, ob die Anlage den Vorschriften zum Gewässerschutz genügt. Sie wird in der Regel von der zuständigen Behörde im Genehmigungsverfahren erteilt. Grundlage sind Nachweise über die verwendeten Medien (Art und Menge des Öls), technische Schutzmaßnahmen (z. B. geeignete Auffangwannen, Dichtheitsüberwachung, Leckdetektoren) und vorgeschriebene Prüfkonzepte (z. B. regelmäßige Dichtheitsprüfungen). Die Eignungsfeststellung ist dauerhaft in der Anlagendokumentation zu führen und muss bei Inspektionen vorgelegt werden. Fehlen erforderliche Nachweise oder werden Mängel festgestellt, kann die Behörde den Betrieb untersagen. Damit ist die Eignungsfeststellung unerlässlich für einen langfristig sicheren und umweltgerechten Betrieb wassergefährdender Hydraulikanlagen.

Erläuterung

Der Aufgabenklärung kommt in der frühen Projektphase (Grundlagenermittlung) besondere Bedeutung zu. In diesem Dokument werden alle wesentlichen Rahmenbedingungen und Ziele für das Hydrauliksystem festgehalten. Dazu zählen etwa die geforderte Förderleistung und der Druckbereich, spezifische Betriebsanforderungen (z. B. Eignung für explosionsgefährdete Bereiche), benötigte Fördermedien sowie Umgebungsbedingungen wie Temperatur, Bauräume oder Platzrestriktionen. Ebenso werden die Nutzungsanforderungen des Betreibers dokumentiert: Soll die Anlage beispielsweise in einem Industrieofenraum oder in Außenbereichen eingesetzt werden? Welche Betriebsszenarien (Dauerbetrieb, Spitzenlast, Start-Stopp) sind zu berücksichtigen?

Das Aufgabenklärungsdokument umfasst außerdem die Definition der Schnittstellen zu angrenzenden Systemen. Hier wird festgehalten, wie das Hydrauliksystem an die elektrische Steuerung, das Leitungs- und Versorgungssystem oder andere technische Anlagen (z. B. Fördertechnik, Maschinensteuerung) angebunden ist. Durch diese transparente Festlegung aller Anforderungen und Randbedingungen schafft der Fachplaner eine eindeutige Planungsgrundlage. Im Ergebnis wird so sichergestellt, dass alle Projektbeteiligten ein gemeinsames Verständnis über Ziele und Grenzen der Hydraulikanlage haben und dass spätere Nachträge oder Änderungen minimiert werden. Das Dokument bildet die Basis für den weiteren Entwurf der Anlage, die Schätzung der Investitionskosten und später für die Organisation des Anlagenbetriebs.